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SEO-Mythen 2017: Acht Fehler, die Sie nicht begehen sollten!

Gemeinsam mit den Google-Algorithmen befindet sich die SEO auch 2017 in stetigem Wandel. Veraltete Optimierungsansätze und Fehleinschätzungen können umso schneller zu einem Verlust des harterarbeiteten Rankings führen. Zur Positionserhaltung ist es unabdingbar, mit dem SEO-Puls schrittzuhalten.

Niemals den Anschluss verlieren: Dieser Grundsatz gilt für alle Websitebetreiber, die aktuell online erfolgreich sein wollen. Auf dem breiten Feld der Suchmaschinenoptimierung (englisch: Search Engine Optimization – SEO), einem der komplexesten Gebiete im Online Marketing, hat dieser eine besondere Bedeutung, denn Google passt seine Rankingprioritäten fortwährend an. Faktoren, die früher höchst relevant waren, sind es 2017 nicht zwangsläufig immer noch. Mitunter stehen nun gänzlich andere Aspekte im Vordergrund. Betreiber von Websites sollten sich also fragen, ob ihr Internetangebot heute noch State of the Art ist: Nicht wenige Sites basieren auf veralteten Suchmaschinenstandards, die der Positionierung schaden können. Bei detaillierter Betrachtung belaufen sich diese Mythen und Fehler auf weit über 100. Die Trends für 2017 haben wir Ihnen bereits in einem früheren Artikel aufgezeigt. Nun gilt es, mit den Mythen diesen Jahres aufzuräumen.
Zur Orientierung, ob Ihr Webangebot aktuellen Standards entspricht, bieten wir nachfolgend einen Auszug der wichtigsten SEO-Mythen und -Fehler, die Sie 2017 tunlichst vermeiden bzw. beheben sollten.

1. SEO ist eine einmalige Massnahme

Die eingangs verdeutlichte Prämisse des ständigen Schritthaltens, führt direkt zu diesem Irrglauben, der sicher zu den weitverbreitetsten sowie fatalsten SEO-Mythen zählt. Nicht nur der Suchmaschinenprimus mit den sechs bunten Buchstabend feilt ständig an seinen Rankingfaktoren, sondern auch Mitbewerber, die eine bessere Platzierung erzielen möchten. Websitebesitzer müssen also zum einen die aktuellen Suchmaschinenanpassungen, die mittlerweile fliessend, in Echtzeit erfolgen, berücksichtigen und zum anderen die Aktivitäten ihrer Konkurrenz genauestens im Auge behalten. Diese Arbeit erfordert extra Manpower und Zeit.

2. Mobile Optimierung und SEO sind getrennt zu betrachten

Die Bereiche sind selbstverständlich nicht vollkommen gleichzusetzen: Genaugenommen ist die mobile Optimierung im Online Marketing ein Teilgebiet der SEO. Spätestens seitdem die Optimierung von Websites für Mobilgeräte ein offizieller Google-Rankingfaktor (siehe unser Artikel über AMP) wurde, ist eine strikte Trennung jedoch unmöglich. Zudem kündigte der Internetriese an, dass zukünftig ausschliesslich ein Mobile Index für die Suche zugrunde liegen wird. Websites, die nicht für Mobilanwendungen optimiert sind, werden zwar nach wie vor gefunden, jedoch schlechter positioniert als entsprechend angepasste. Das kann sich kein Unternehmen leisten, denn Informationsbeschaffung, sei sie privater oder geschäftlicher Natur, erfolgt heute vornehmlich via Suchmaschine und tatsächlich grossteilig über Mobilgeräte.

3. Eine hohe Keyword-Dichte verhilft zu einem guten Ranking

Das dutzendfache Wiederholen von zentralen Suchbegriffen sollte heute unbedingt vermieden werden. Waren so noch vor einigen Jahren durchaus passable Rankingerfolge zu erzielen, ist diese Methode mittlerweile eher kontraproduktiv: Inhalte mit einer überdurchschnittlich hohen Keyword-Dichte sind häufig schwierig zu lesen, wirken unseriös und werden deshalb nicht selten mit einer Rankingabwertung „bestraft“. Google erkennt natürlich gut geschriebene Texte und bevorzugt diese.
Das hat weitereichende Konsequenzen für die SEO: Das Keyword steht nicht mehr im Mittelpunkt. Der Content muss als Ganzes genauer auf die Erwartungshaltung des Suchenden abgestimmt werden. Das bedeutet, dass bereits im Zuge der Konzeption berücksichtigt werden sollte, welche Informationen der Nutzer zu der entsprechenden Thematik erwarten könnte. Content Marketing ist das Stichwort: Inhalte sollten Suchenden stets einen Mehrwert bieten. Um das zu gewährleisten, müssen umfangreiche Analysen angestellt werden.

4. Keywords haben 2017 also kaum noch Bedeutung für das Ranking?

Trotz Content Marketing sind Schlüsselwörter auch 2017 sehr relevant für das Google-Ranking – wenn sie passend gewählt sind und in angemessener Dichte vorkommen.
Die richtigen Begriffe zu finden, ist im Grunde auch heute noch an eine mehrschichtige Analyse gebunden.
Die Herangehensweise zur Dichtebestimmung hat sich stark verändert. Früher sollte ein Text zu drei bis fünf Prozent aus wichtigen Suchbegriffen bestehen. Nicht nur weil Google, wie oben beschrieben, deutlich intelligenter geworden ist, wird mittlerweile differenzierter vorgegangen. Das rein prozentuale Verfahren birgt folgende Schwächen: Zum einen ist die Gefahr gross, dass andere Wörter unbemerkt häufiger in einem Text vorkommen, als die fokussierten Keywords. Zum anderen bezieht das klassische Verfahren keine weiteren Websites, die für dieselben Schlüsselwörter ranken, ein. Die Bestimmung einer Optimaldichte unter den Mitbewerbern ist also nicht gegeben. Beides kann durch die sogenannte Termgewichtung (WDF*IDF), bei korrekter Anwendung, behoben werden.
Die WDF*IDF-Analyse ist effizient, da sie nicht nur die Schwächen der rein prozentualen Herangehensweise ausschliesst, sondern ebenfalls die Findung passender Keywords durch die Vergleichsmöglichkeit mit anderen Websites vereinfacht. Allerdings ist die Termgewichtung auch deutlich komplexer und bedeutet einen grösseren Arbeitsaufwand.

5. Backlinks verhelfen immer zu einem besseren Ranking

Backlinks sind auch 2017 unter den drei wichtigsten Rankingfaktoren einzuordnen. Es ist jedoch zwischen qualitativ hochwertigen und sogenannten Spam-Backlinks zu unterscheiden.
Erstere signalisieren Google, dass eine Website als nützlich und interessant einzustufen ist. Sie sind demzufolge sehr förderlich für das Ranking. Hier kommt es im Übrigen nicht vornehmlich auf die Anzahl, sondern auf die Qualität an. Um einen hochwertigen Backlink zu generieren, sollte dieser z. B. von einer Quelle ausgehen, die der entsprechenden Branche klar zuzuordnen ist. Solche Rückverlinkungen müssen nicht selten eingekauft werden. Die Eruierung ist oft aufwendig.
Spambacklinks werden in der Regel ebenso eingekauft. Diese verschaffen heutzutage jedoch keinen Vorteil mehr, denn Google hat längst gelernt, sie zu erkennen. Die Verwendung kann eine Rückstufung im Ranking und, bei massenhaftem Vorkommen, sogar eine gänzliche Verbannung aus dem Google Index zufolge haben.

6. SEO ist immer global und nicht lokal

Dies ist wohl einer der hartnäckigsten Fehler: Noch 2017 vermuten viele lokal tätige, vergleichsweise kleine Unternehmen, dass Search Engine Optimization für sie keine Relevanz besitzt. Dabei betreffen fast 50 Prozent aller Google-Suchanfragen lokale Geschäfte, Produzenten oder Dienstleister. Dieses Phänomen nimmt mit ansteigender mobiler Webnutzung zu, denn immer mehr User suchen unterwegs, sowohl auf privater als auch geschäftlicher Ebene, via Google nach Angeboten in ihrer Nähe. Durch das sogenannte Opossum Update (2016) ist die lokale Suche heute effizienter denn je. Kleinere, lokale Unternehmen sollten zeitnah reagieren.

7. SEO ist Aufgabe der IT-Abteilung

Eine effektive Bearbeitung des Suchrankings kann nur durch eine Kombination aus technischer, inhaltlicher sowie strategischer Expertise erreicht werden. Zeitgemässe Suchmaschinenoptimierung lässt sich nicht nebenbei erledigen – weder von der IT-Abteilung noch vom Marketing. Hierzu wird heute ein gut abgestimmtes Team benötigt, das alle Bereiche abdeckt.

8. Suchmaschinenstrategien sind universell einsetzbar

Abschliessend muss festgehalten werden, dass es niemals eine umfassende Strategie für alle Unternehmen und Branchen geben kann. Die zunehmende Komplexität der Rankingfaktoren bringt die Notwendigkeit einer immer differenzierteren Herangehensweise mit sich. Um eine maximal erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung zu gewährleisten, sollte diese stets genau auf die Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens abgestimmt sein.

Wir von Lange Solutions beschäftigen uns täglich mit diesem Thema und können Ihnen kompetent zur Seite stehen, damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

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